Demokratie versus Totalitarismus

Der demokratische Anführer und die vier Gruppenregeln

Wenige Stunden, nachdem eine Gruppe britischer Kinder aufgrund eines Flugzeugunglücks auf einer einsamen Pazifikinsel gelandet sind, versammeln die Jungen sich am Strand (S. 18ff.). Als Ralph erklärt, dass sie einen Anführer benötigen, schlägt Roger eine Abstimmung vor, der die übrigen Kinder zustimmen. Daraufhin wählen sie Ralph demokratisch per Handzeichen zu ihrem Anführer (S. 24). 

Ralph versucht, in den folgenden Wochen eine freiheitliche Form des Zusammenlebens unter den Kindern zu etablieren. Er beruft regelmäßige Versammlungen ein und stellt vier Gruppenregeln auf (S. 88ff.), welche die Hygiene, die Essenszubereitung und das Erhalten eines Signalfeuers für eine mögliche Rettung betreffen. Die vierte Regel widmet sich den Gefühlen der kleinen Kinder: Der kluge Anführer fordert sie dazu auf, keine Angst vor einem angeblichen Monster zu haben. 

Außerdem achtet Ralph auf einen gleichberechtigten Umgang der Jungen untereinander, denn sie müssen sich zu Wort melden, wenn sie auf der Versammlung etwas sagen wollen, und dürfen bei ihren Äußerungen nicht unterbrochen werden: „Es können nicht alle gleichzeitig reden. Wir müssen die Hand heben wie in der Schule. (…) Ich gebe das Muschelhorn dem Nächsten, der was sagen will. (…) Er wird auch nicht unterbrochen.“ (S. 36). Des Weiteren befolgt der Anführer einen weiteren Grundsatz der Demokratie, nämlich die Probleme der Gemeinschaft, für deren Wohlergehen er zuständig ist, ernst...

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