Simon

Der schüchterne und kränkliche Chorknabe

Simon gehört zu den Chorknaben des Kirchenchors, den der Chorist im Domkapitel, Jack Merridew, leitet (S. 23). Sein Alter wird nicht genannt, den Andeutungen im Text und seinem Verhalten zufolge ist er vermutlich ungefähr 9 oder 10 Jahre alt (S. 64). Der Chorjunge ist sehr dünn, klein und hat glatte schwarze Haare (S. 25f.). Er besitzt „strahlende Augen“, eine „niedrige, breite Stirn“ sowie ein „spitzes Kinn“ (S. 60). Er hat „eine dunkle Haut“ (ebd.) und trägt eine „zerschlissene kurze Hose“ (S. 60). Über Simons Familie und sein Zuhause werden keine Informationen im Buch mitgeteilt.

Simons Charakter wird zwar als „lebhaft“ (S. 25f.) beschrieben, jedoch besitzt der dunkelhaarige Junge auch eine schüchterne Seite und verhält sich in der Gruppe eher zurückhaltend. Besonders dann, wenn er während einer Versammlung vor allen Kindern seine Meinung äußern will, hat er Probleme, sich zu behaupten: „…doch vor allen zu sprechen, war für ihn eine entsetzliche Angelegenheit.“ (S. 97); „Wieder raubte ihm dieser Druck der Versammlung die Stimme.“ (S. 139); „Andere konnten offenkundig aufstehen und vor einer Versammlung sprechen, ohne die furchtbare Last der eigenen Person zu spüren,…“ (S. 113).

Neben seiner Schüchternheit hat Simon auch gesundheitliche Probleme, denn er erleidet auf der Insel mehrere Ohnmachtsanfälle: Gleich am Anfang des Romans, als Jack mit seinem Chor den Strand erreicht und Ralph die Jungen auffordert, an einer Versammlung teilzunehmen, verliert Simon das Bewusstsein: „Dann plumpste einer der Jungen mit dem Gesicht voran in den Sand,…“ (S. 22f.). 

Die Chorjungen scheinen an solchen Situationen gewöhnt zu sein, denn ganz selbstverständlich legen sie den ohnmächtigen Simon auf die Rampe und beachten ihn nicht weiter (ebd.). Jack bemerkt abfällig, dass Simon schon bei vielen anderen Gelegenheiten umgekippt sei: „Der kippt doch ständig aus den Latschen (…). Auf Gibraltar und in Addis Abeba auch; und bei der Morgenandacht ist er über den Kantor gefallen.“ (S. 22). 

Gegen Ende des Romans, während Simons imaginiertem Dialog mit dem „Herr der Fliegen“, spürt der Junge, dass sich wieder eine Ohnmacht ankündigt: „Simons Kopf zuckte. (…) Er wusste, dass einer seiner Anfälle drohte. (…) Simons Körper krümmte und verkrampfte sich.“ (S. 155); „Simon verschwand in den Schlund. Er stürzte und verlor das Bewusstsein.“ (S. 156). Die beschriebenen Symptome sprechen dafür, dass Simons Ohnmachten womöglich eine Folge epileptischer Anfälle sein könnten und der Junge demzufolge an Epilepsie leidet.

Der hilfsbe

...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen