Sinnliche und bildliche Sprache

Die Wortwahl, die Herbert Malecha in seiner Kurzgeschichte verwendet, passt zu Redluffs jeweiligen Gefühlszuständen und ist ein Indikator für sein Befinden sowie seinen inneren Zustand. Zu Beginn der Kurzgeschichte fühlt Redluff sich angespannt und ist nervös. Die Atmosphäre auf der Straße ist ihm unangenehm.

Der Autor verwendet zur Beschreibung von Redluffs Umgebung auf der Straße hart klingende und treffende Adjektive und Verben. Redluff hört „das schrille Quietschen der Bremsen“ (Z. 1), "abgerissene Gesprächsfetzen“, die an sein Ohr „schlugen“ (Z. 23), und "eine Straßenbahn [,die vorbei]schrammt" (Z. 26). Die Adjektive „schrill“ und „abgerissen“ sowie die Verben „schlagen“ und „vorbeischrammen“ machen keinen wohlfühlenden und entspannten Eindruck. Es entsteht das Gefühl von Hektik und einer kaum auszuhaltenden Lautstärke von Gesprächsfetzen und Verkehrsgeräuschen. Die Beschreibung der Straße passt somit genau zu Redluffs innerem Befinden. Er fühlt sich draußen nicht wohl, da er sich zuvor drei Monate in einem sicheren Versteck aufgehalten hat.

Bei dem Betreten der Seitenstraße sowie des Lokals ändert sich die Wortwahl: „der Menschenstrom wurde dünner“ (Z. 39f.), „die Rinnsale lösten sich auf, zerfielen in einzelne Gestalten“ (Z. 40f.). Diese Sch...

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