Herbert Malecha

Herbert Malecha wird am 27. August 1927 in Oberschlesien in der Stadt Rabitor[1] geboren. Er ist der Sohn eines Polizeibeamten, der kurz nach Herbert Malechas Geburt nach Berlin versetzt wird, weshalb Malecha zunächst dort die Schule besucht. Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs kehrt seine Familie jedoch nach Rabitor zurück.

Im Jahr 1943 wird Herbert Malecha als 15-Jähriger als Luftwaffenhelfer eingezogen. Ein Jahr später wird er in den Reichsarbeitsdienst eingegliedert und noch im gleichen Jahr als Wehrmachtssoldat an die Ostfront geschickt. Nach dem Krieg arbeitet Malecha zeitweise als Land-, Bau- und Fabrikarbeiter sowie als Bibliothekar und als Handelsvertreter. Schließlich lässt er sich in Württemberg nieder, wo er im Jahr 1947 das Abitur macht. Anschließend studiert Malecha bis 1953 in Tübingen. Nach seinem Referendariat wird  er 1955 Studienassessor in Schwäbisch Hall.

Er ist vor allem durch seine 1954 erschienene Kurzgeschichte „Die Probe“ bekannt geworden, mit der er einen Wettbewerb der Wochenzeitung Die Zeit gewinnen konnte. Neben dieser Kurzgeschichte schreibt er lediglich zwei weitere Erzählungen, „Prohaske“ und „Das große Leben“, die aber nicht an den Erfolg der Kurzgeschichte anknüpfen können. „Die Probe“ bleibt das erfolgreichste Werk Malechas.

Im Jahr 1962 veröffentlicht Malecha außerdem sein Buch Moderne Lyrik - eine Anthologie für den Schulgebrauch und er wird Gymnasialprofessor. Während seiner pädagogischen Tätigkeit ist er zudem als Lektor für Lehrbücher und als Berater für einen Verlag tätig. Aus Krankheitsgründen muss er jedoch vorzeitig in den Ruhestand gehen. Am 8. April 2011 verstirbt Herbert Malecha im Alter von 83 Jahren in Schwäbisch Hall.

 

[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Oberschlesien sowie Rabitor zu Teilen Polens.