Nora und das Wunderbare

Noras Hoffnung

Nora hat durch eine gefälschte Unterschrift auf einem Schuldschein hat es ihrem Ehemann Torvald Jahre vor der eigentlichen Handlung auf Anraten der Ärzte ermöglicht, für ein Jahr in Italien zu leben und so vollständig von einer schweren Krankheit zu genesen. Sie hält vor Torvald die Herkunft des Geldes allerdings geheim, denn der strenge Jurist lehnt strikt jede Verschuldung ab, woraufhin sie ihm erklärt, dass es sich um ihr Erbe handele.

Als Krogstad, bei dem Nora sich damals das Geld geliehen hat, begreift, dass seine Stellung in seiner beruflichen Position in der Aktienbank gefährdet ist, nutzt er den Umstand der gefälschten Unterschrift dazu, um Nora zu erpressen. Sie soll sich für ihn bei Torvald dafür einsetzen, dass er seinen Arbeitsplatz behalten und seine aufgrund von Straftaten belastete gesellschaftliche Position wieder verbessern kann. Da es Nora nicht gelingt, ihren Mann umzustimmen, und Krogstad seine Kündigung erhält, teilt dieser Torvald die Wahrheit in Bezug auf das Darlehen in einem Brief mit.

Nora glaubt, dass Torvald in dieser schwierigen Situation wieder Partei für sie ergreifen und sich schützend vor sie stellen wird. Sie baut auf seine Liebe und Zuneigung, der sie sich völlig sicher ist und die ihr Torvald auch zu einem früheren Zeitpunkt zugesichert hat: „Oder ist es vielleicht keine Beleidigung, zu glauben, dass ich mich vor der Rache eines verkommenen Winkelschreibers fürchte? Aber ich verzeihe dir trotzdem, weil es ein so schöner Beweis deiner großen Liebe zu mir ist. […] Mag kommen, was da will. Wenn es drauf ankommt, glaub mir, habe ich Mut und Kraft. Du wirst sehen, ich bin Manns genug, alles auf mich zu nehmen.“ (S. 55).

Nora möchte Selbstmord begehen und glaubt, dass ihr Mann in diesem Moment die Schuld auf sich nimmt, um ihren Namen reinzuhalten. In dieser Situation wiederum bezeugt Christine, dass dies nicht stimmt und Nora bei vollem Verstand sowohl den Kreditbetrug als auch ihren Selbstmord umgesetzt hat (S. 68). Dennoch hofft sie: „Ja, das Wunderbare [wird nun geschehen]. Aber das ist so entsetzlich, Christine; es darf nicht geschehen, um keinen Preis der Welt.“ (S. 68). Sie hofft, dass ihr Mann ihr aus Liebe zu ihr Schutz bieten wird und Verantwortung übernehmen wird.

Christine und das Wunderbare

Noras Erwartungen in Bezug auf das Wunderbare werden in der erneuerten Liebensbeziehung von Christine und Krogstad verwirklicht. Als Christine ihrem ehemaligen Verlobten eröffnet, dass sie mit ihm leben und sich um seine Kinder kümmern will, erinnert Krogstad sie an seine schlechte gesellschaftliche Reputation: „Sagen Sie – sind Sie sich über meine Vergangenheit völlig ...

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