Christine Linde

Die verwitwete Jugendfreundin

Christine ist eine Jugendfreundin von Nora, die diese ungefähr zehn Jahre nicht mehr gesehen hat (S. 14). Christine berichtet Nora, dass sie vor acht Jahren einen wohlhabenden Mann geheiratet hat.

Der Grund für diese Zweckehe war, dass die kranke Mutter von Christine damals bettlägerig war und Hilfe benötigte. Außerdem musste Christine für ihre beiden jüngeren Brüder sorgen. Sie hielt es deshalb für ihre Pflicht, den Antrag eines recht vermögenden Mannes anzunehmen. Da seine Geschäfte aber sehr unsicher waren, verfiel alles und er hinterließ seiner Frau nichts, als er vor drei Jahren starb (S. 18).

Christine hat ihren Mann nie geliebt und aus praktischen Gründen geheiratet, was Nora zuerst nicht versteht: „Nicht einmal einen Kummer oder einen Verlust [hat er mir hinterlassen], um davon zu zehren.“ (S. 15).  Ebenso hatte das Paar auch keine Kinder (S. 15).  Da ihr Mann ihr keinerlei finanzielle Absicherung hinterlassen hat, muss Christine in den folgenden drei Jahren mit einem kleinen Handel und einer kleinen Schule hart arbeiten, um weiter für ihre Angehörigen sorgen zu können. Diese Zeit bezeichnet sie als „ein einziger langer, ruheloser Arbeitstag“ (S. 18).

Die neue Stellung und Noras Geheimnis

Inzwischen ist Christines Mutter gestorben und i...

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