Nora oder Ein Puppenheim

Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen (1828-1906) erzielte mit seinem Drama „Nora“ einen großen Erfolg und wurde schon zu seinen Lebzeiten zu einem berühmten Autor. Das Stück trifft den Nerv der Zeit und provoziert, obwohl es zur damaligen Zeit undenkbar schien, dass eine gutsituierte Frau ihren Mann und ihre Kinder verlässt, um sich selbst zu finden, als sie das Scheinglück ihres bisherigen Lebens durchschaut.

Der ursprüngliche Titel „Ein Puppenheim“ beschreibt die Eingeschlossenheit, aus der die Hauptprotagonistin Nora am Ende ausbricht. Sie wird sowohl von ihrem Vater als auch ihrem Mann Torvald, den zeitgenössischen gesellschaftlichen Konventionen entsprechend, als deren Besitz behandelt. Sie ist die tanzende Puppe, die Trophäe, das kostbare Spielzeug ihres Mannes, das ihr kein Eigenleben und Mündigkeit zubilligt: „Du sprichst wie ein Kind. Du verstehst die Gesellschaft nicht, in der du lebst.“ (S. 98). Am Ende des Stücks erfährt die Hauptprotagonistin des Stücks eine starke Wandlung. Ihre scheinbare kapriziöse, naive und kindliche Einstellung verändert sich in Nachdenklichkeit und das Verlangen nach Selbstbestimmung.

Unsere Lektürehilfe zu „Nora“ bietet Dir eine Aktzusammenfassung, die in übersichtlicher und strukturierter Weise die grundlegenden Informationen zusammenstellt. Nachfolgend vermitteln Dir eine Inhaltsangabe, eine kurze Zusammenfassung und eine Personenkonstellation mit einem erklärenden Text einen schnellen Überblick über den Ablauf der Geschehnisse.

Die Charakterisierungen der fünf Personen (Nora, Torvald, Christine. Krogstadund Dr. Rank), die für die Entwicklung der Handlung wichtig sind und die sich in ihrem Verhalten gegenseitig spiegeln, bewegen sich stets nahe am Text und unterstützen dabei, ihre Motive und Verhaltensweisen besser nachvollziehen zu können. Zum besseren Verständnis werden passende Äußerungen der Figuren zitiert und ihre Aussagen werden durch die entsprechenden Textstellen belegt. 

Der Abschnitt „Epoche“ befasst sich mit den autobiografischen Zügen und der Entstehung des Dramas, bevor der zeitgeschichtliche Hintergrund erläutert wird. Anschließend werden die Merkmale des Realismus im Werk sowie die Rezeption, Kritik und Adaptationen des Werks untersucht.

Die ausführliche Analyse beschäftigt sich mit dem Titel, dem Aufbau und dem Inhalt, dem Ort und der Zeit, dem Stil und der Sprache, Stilmitteln und schließlich den Symbolen und Leitmotiven.

Unsere umfassende Interpretation beleuchtet die wichtigsten Themen und Aspekte des Dramas: Noras Entwicklung, Nora und das Wunderbare, Gleichberechtigung und Emanzipation, das Puppenhaus, die Konsequenzen von Noras Fortgang, Gesetze und Moral, Frauenrolle und Frauenbild, das Prinzip der Polarität und die beiden Enden des Schauspiels. Sie bietet Anregungen für eigene Überlegungen und für die Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen.

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