Traum und Wirklichkeit

Anfang und Schluss

Das gesamte Geschehen innerhalb des Stückes wird von den beiden Traumszenen am Anfang und am Ende gerahmt. Beide Szenen spielen in der Nacht, in romantischer Atmosphäre, durch Fackeln beleuchtet. Das zentrale Motiv des Traumes überspannt die Handlung. Der wichtigste Unterschied besteht jedoch in dem Wirklichkeitsgehalt der beiden Szenen.

Zu Beginn des Stückes sagt der Traum ein von Liebe und Ruhm erfülltes Leben des Prinzen vorher. Was am Anfang als Scherz gedacht ist, um den schlafwandelnden Prinzen auf die Schippe zu nehmen, wiederholt sich am Ende des Stückes: Der Kurfürst wickelt eine goldene Kette um den Lorbeerkranz. Dieses Mal setzt Natalie diesen jedoch auf das Haupt des Prinzen, um ihn als Sieger zu krönen (S. 10; 95). Am Anfang handelt es sich bei diesem Spiel also um einen Scherz, der der Unterhaltung dienen soll. Am Ende soll es den Prinzen tatsächlich erhöhen. Die Traumfantasien haben zu Beginn jedoch eine negative Wendung: Der Kurfürst tadelt sie und ermahnt Homburg, er solle sich in der Realität aufhalten. Er missachtet, dass sein „Scherz“ für den Träumer real ist und aus diesem Grund Folgen für dessen Verhalten haben wird.

Am Schluss wird der Traum des Prinzen zur Realität: Er gewinnt Natalie als seine zukünftige Braut und wird von den Generälen als Sieger der Schlacht bei Fehrbellin gefeiert (S. 9...

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