Rezeption

Die Rezeptionsgeschichte des Stückes „Prinz Friedrich von Homburg“ lässt sich grob in vier verschiedene Phasen einteilen. Zu Lebzeiten des Autors (1777 bis 1811) blieb das Stück ungedruckt und unaufgeführt. Obwohl sich der Autor große Hoffnungen auf einen relevanten Erfolg des Stückes machte, blieben seine Briefe an verschiedenste Verleger unbeantwortet, so auch der Brief seiner engen Vertrauten und Förderin Marie von Kleist, die an Prinz Wilhelm von Preußen schrieb, um das der Prinzessin Amalie Marie Anne gewidmete Stück dem königlichen Hof zu übergeben.

Nur ein halbes Jahr nach Kleists Freitod wurde das Stück einem weiteren Verleger angeboten: Julius Eduard Hitzing, der sich hingerissen von der literarischen Qualität zeigte. Dennoch kam es nicht zu einer Edition. Erst 1821 wurde das Stück unter dem Herausgeber Ludwig von Tieck gedruckt. Dieser zeigte sich vor allem von der formalen Struktur des Dramas sowie von der Figur des Kurfürsten beeindruckt. Am dritten Oktober desselben Jahres wurde „Prinz Friedrich von Homburg“ im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Die Zensur forderte jedoch die Änderung des Titels in „Die Schlacht bei Fehrbellin“. Es gab vier Wiederholungen, bis der Erzherzog Karl das Stück absetzen ließ. Diese Tatsache wurde unter anderem von Heinrich Heine schwer bedauert.

Die erste Berliner Aufführung fand 1828 statt. Auch hier wurde das Drama nach der dritten Vorstellung verboten: Von König Friedrich Wilhelm III. Es bleibt zu vermuten, dass Kleists Stück nicht als ein vaterländisches Repr...

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