Charakterisierung Prinzessin Natalie

Natalie ist die Nichte des Kurfürsten, der seit dem frühen Tod ihrer Eltern die Vaterrolle bei ihr übernommen hat. Im ersten Teil der Handlung spielt sie eine eher passive Rolle. Natalie ist die nominelle Chefin eines Reiterregiments, hat jedoch keinerlei militärische Befehlsgewalt. Am Anfang des Stücks spielt sie beim „Scherz“ ihres Onkels in Bezug auf Homburg mit, hat jedoch Mitleid mit dem jungen Träumer (S. 9f.).

Den Wechsel von ihrem eher passiven zum aktiven Verhalten vollzieht Natalie während der Todesfurchtszene. Obwohl sie bitterlich weint, während der Prinz ihr rät, lieber den schwedischen Thronfolger statt ihn selbst zum Mann zu nehmen oder stattdessen in ein Kloster zu gehen, ergreift sie voller Mut die Initiative. Obwohl dieser sich durchaus würdelos ihr gegenüber äußerte, glaubt sie an seinen edlen Charakter: „Der denkt jetzt nichts, als nur dies Eine: Rettung! Den schaun die Röhren, an der Schützen Schultern, So gräßlich an, daß überrascht und schwindelnd, ihm jeder Wunsch als nur zu leben schweigt [...]“ (S. 64). Sie fordert ihn daraufhin mit Nachdruck auf, sich zu fassen und die Todesfurcht zu besiegen. Als sie bei ihrem Onkel um seine Freilassung bittet, greift sie aktiv in das Geschehen ein (S. 65f.).

Während des Gesprächs mit dem Kurfürsten erweist sie sich als eine durchaus geschickte Rednerin, die ein ...

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