Sprache

Kleists Sprache in „Prinz Friedrich von Homburg“ ist als durchaus pathetisch zu beschreiben. Sie bedient sich eines gehobenen, erlesenen Stils, der sich durch das gesamte Werk hindurchzieht und von Bildhaftigkeit geprägt ist. Die Geschichte beginnt mit einem äußerst komplexen Satz, der sich über zehn Zeilen erstreckt und die Frage beantwortet, wo genau sich der Prinz gerade befindet (S. 7). Der Stil ist hierbei von Unterbrechungen und Einschüben gekennzeichnet, die nicht nur die Vorgeschichte in knapper Form umreißen sollen, sondern auch für die entsprechende Dynamik sorgen. Die Spannungskurve staut sich innerhalb der ersten neun Zeilen auf und wird in der letzten aufgelöst. Auch die folgenden Textelemente sind ähnlich strukturiert, diese Art von Sprache bestimmt zweifelsohne das gesamte Stück und gewährleistet eine permanente Dynamik.

Die sogenannte Stichomythie (Wechselrede) verwendet der Autor an besonders spannungsreichen Stellen, ebenso wie in den Versen, die auf mehrere Personen aufgeteilt sind (Antilaben) (S. 10). Vor allem mit dem dramatischen Mittel der „Mauerschau“ (Teichoskopie) wirkt ...

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