Aufbau

Schauspiel oder Tragödie

Betrachtet man die äußere Form des Stückes „Prinz Friedrich von Homburg“, so stellt man schnell fest, dass es wie ein klassisches Drama in fünf Akte aufgebaut ist. Es weist eine symmetrische Anordnung der Szenen und Gegenszenen auf. Dies beschränkt sich jedoch lediglich auf den äußeren Aufbau. Innerlich wird in Bezug auf die Handlung kein Ausgleich im Sinne des Dramas vorgenommen.

Nun stellt sich weiterhin die Frage nach der eigentlichen Form des Prinzen von Homburgs. Diese scheint auf den ersten Blick beantwortet, wenn man den Untertitel „Ein Schauspiel“ betrachtet. Dieser Terminus bezeichnet zunächst eine Zwischenform zwischen Trauer- und Lustspiel, die der Definition nach unter Wahrung der ernsten Grundstimmung zur friedlichen Überwindung des Konflikts durch die rechtzeitige Besinnung des Helden und zum Sieg des Guten führt. Legt man diese Kriterien an, erfüllt „Prinz Friedrich von Homburg“ diese mustergültig und folgt den Vorbildern der klassischen deutschen Literatur, wie beispielsweise den Werken „Nathan der Weise“ von Lessing oder Schillers „Wilhelm Tell“.

Das Schauspiel steht hinsichtlich seiner Form der Tragödie näher, erreicht aber ni...

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