Martin Luther – Biographie og Rolle

Martin Luther ist als Theologe der Urheber der Reformation und somit der Zweiteilung der Kirche in den Katholizismus und den Protestantismus (Evangelismus). Als Sohn von Hans und Margarethe in Eisleben geboren, besucht er von 1488 bis 1487 die Mansfelder Stadtschule und 1498 die Magdeburger Domschule. Daraufhin schicken seine Eltern ihn zwischen 1498 und 1501 auf die Pfarrschule St. Georgen in Eisenach. Von nun an beherrscht Martin Luther die lateinische Sprache fließend, eine Grundkompetenz, die ihm bei der späteren Bibelübersetzung durchaus hilfreich ist.

Ab 1501 begibt er sich nach Erfurt und studiert Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Dieses Studium schließt er 1505 mit dem Titel „Magister artium“ ab. Auf Bestreben seines Vaters soll er noch im selben Jahr an der juristischen Fakultät weiter studieren. Aber auf dem Weg in seine Heimat gerät er in ein Gewitter. Diese Konfrontation mit der Todesangst bewegt Luther dazu, einen theologischen Lebensweg einzuschlagen. Diese Entscheidung muss vor dem Hintergrund verstanden werden, dass Luther angesichts des Todes Angst hat, unvorbereitet vor seinen Schöpfer zu treten.

Luther tritt dem Augustinerorden in Erfurt bei und wird Mönch. 1508 geht er nach Wittenberg, um dort ein Theologiestudium aufzunehmen. 1512 promoviert er und übernimmt an der Wittenberger Universität den Lehrstuhl für Bibelauslegung. Es ist unklar, wann Luther in den folgenden Jahren sein neues Verständnis des Christentums entwickelt. Aber irgendwann zwischen 1512 und 1518 erkennt er, dass Gottes Gnade ein Geschenk ist und keine Eigenleistung des Individuums erfordert. Damit stellt er sich gegen das bis dahin beispielsweise durch den Ablasshandel praktizierte Vorgehen, auf dessen Grundlage der Gläubige glaubt, sich durch einen Geldbetrag von seinen Sünden freikaufen zu können. Ihren Höhepunkt findet Luthers Kritik mit dem Anschlag der 95 Thesen (wahrscheinlich am 31. Oktober 1517) in Wittenberg, in denen er gegen die Ablasspraxis polemisiert. Darauf folgt eine langjährige Auseinandersetzung vor allem mit der Kurie in Rom, an deren Ende 1521 das Wormser Edikt erlassen wird, in dem jegliche Unterstützung Luthers sowie das Lesen und Verbreiten seiner Sc...

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