Nagelschmidt

Eigene Zwecke und eigenes Recht

Johann Nagelschmidt ist Kohlhaas „ehemaliger Knecht“ (S.55) und gehört der Gruppe an, die Kohlhaas um sich versammelt, als er Junker Wenzel von Tronka verfolgt.  Nachdem Kohlhaas aus Dresden eine Amnestie erhalten hat, übernimmt dieser eigentlich „abgedankte[] Knecht[]“ (S.54) die Kampfgruppe von Kohlhaas. Er rafft „an der böhmischen Grenze, einen Teil dieses zu allen Schandtaten aufgelegten Gesindels“ (ebd.) wieder zusammen und gibt vor, „zur bloßen Aufrechterhaltung und Sicherheit seines unterdrückten Herrn [Kohlhaas, Anm. d. Verfass.] die Waffen ergriffen zu haben“ (ebd.).
 
Nagelschmidt kämpft weder im Auftrag noch im Sinne Michael Kohlhaas, wenn er seine „Mordbrennereien“ (S.56) begeht. Dennoch nehmen die Adligen in Dresden an, dass dies ein „von dem Kohlhaas angezetteltes Unternehmen sei“ (S.55), das er zu dem Zweck führt, um seine eigenes Recht „durchzusetzen und zu beschleunigen“ (ebd.). Allerdings k...

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