Herse

Treue und Verantwortung

Herse ist der „Großknecht“ (S.13) der Meierei von Michael Kohlhaas in Kohlhaasenbrück und ein „würdige[r] Mann“ (S.18).  Herse ist seinem Herrn treu ergeben. Michael Kohlhaas wiederum scheint ihm und seinen Fähigkeiten zu vertrauen. Das ist daran zu erkennen, dass Kohlhaas Herse allein mit den Pferden auf der Tronkenburg zurücklässt, als Michael weiter nach Dresden reitet. Er kümmert sich dort um die Pferde und ist auf das Beste um sie bemüht. Er besorgt ihnen einen eigenen, wenn auch viel zu kleinen Stall und wehrt sich dagegen, dass die Tiere für die Feldarbeit missbraucht werden sollen (S.13ff.). Als Herse die Pferde von der Burg führen will, wird er aufgehalten. Der Schlossvogt wirft ihn vom Pferd und fällt mit mehreren Knechten und mit „Füßen und Peitschen und Prügeln“ (S.16) über Herse her. Er wird von der Tronkenburg gejagt und muss seine Habseligkeiten und die Pferde zurücklassen. Herse zeigt hier bis zu einem gewissen Grad Mut und Tapferkeit, denn er tut alles, um die Pferde seines Herren zu schützen. Letztlich muss er sich aber der gewalttätigen Übermacht auf der Tronkenburg beugen und nach Kohlhaasenbrück zurückkehren.

Herse ist überaus loyal gegenüber Michael Kohlhaas, denn er lässt sich auf keine Geschäfte mit dem Vogt oder dem Verwalter auf der Tronkenburg ein. Er gesteht ihnen lediglich zu, dass die Pferde „am dritten Vormittag“ auf das Feld gehen, und so fährt er „drei Fuhren Getreide […] ein“ (S.14). Nachdem Kohlhaas auf sein Gut zurückgekehrt ist, ...

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