Romantik oder Klassik?

Heinrich von Kleists Wirken fällt in die Zeit, als sich die literarischen Strömungen der Hochromantik und der Weimarer Klassik überschnitten. Um herauszufinden, welcher Stilrichtung ein literarisches Werk angehört, ist es nötig, die Ansichten und Vorzüge des Schriftstellers zu kennen oder das betreffende Werk mit Blick auf typische Epochenmerkmale zu analysieren.

Heinrich von Kleists Freunde während seiner letzten Lebensjahre waren größtenteils literarische Vertreter der Romantik. Doch er verkehrte in früheren Jahren auch mit Goethe und Schiller, den beiden berühmtesten Mitgliedern des Weimarer Viergestirns. Er war kritisch gegenüber den Haltungen und ästhetischen Vorzügen seiner Romantik-Freunde und kam nach einiger Zeit in Konflikt mit Goethe.

Man kann ihn also aufgrund seiner Kontakte schon einmal nicht einer Strömung zuordnen. Doch wie sieht es aus mit den Merkmalen seiner literarischen Schriften, insbesondere der Novelle „Die Marquise von O…“? Heinrich von Kleist hatte sich, bevor er sich dem Schreiben von Erzählungen widmete, bereits mit einigen dramatischen Stücken einen Namen gemacht. Das Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ sollt...

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