Der zerbrochene Krug

Das Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ ist das berühmteste Stück von Heinrich von Kleist. Die Komödie lebt von der Spannung zwischen Sein und Schein, zwischen kunstvollem Versmaß und lustigem Wortwitz, zwischen komischen und tragischen Elementen. Die Komik resultiert dabei vor allem aus der Grundsituation einer „verkehrten Welt“, in der ein angesehener Richter dazu gezwungen wird, gegen sich selbst zu ermitteln.

In dieser Interpretation werden alle wichtigen Aspekte des Lustspiels in verständlicher Sprache analysiert: Neben den inhaltlichen Zusammenfassungen und Charakterisierungen der wichtigsten Figuren werden auch die Fragen nach dem historischen Hintergrund und der formalen und sprachlichen Gestaltung untersucht.

In anschaulichen Analysen werden zudem zentrale Themen, wie Wahrheit und Lüge, Verbrechen und Schuld, oder die Kritik am Rechtssystem näher beleuchtet. Auf diese Weise gewinnst Du einen umfassenden und gut verständlichen Überblick über eine der bekanntesten deutschsprachigen Komödien. Dies hilft Dir, Dich fundiert und gründlich auf Abitur, Klausuren oder Referate vorzubereiten.

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Der zerbrochene Krug

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Benutzerbewertungen
  • 17.05.2016
    Jeder kennt wohl - zumindest noch vom Literaturunterricht aus der Schulzeit - den "Zerbrochnen Krug", die humorvolle und zeitkritische Geschichte vom Dorfrichter Adam. Die Handlung des Stückes ist eigentlich ein Verhör in einer Gerichtsstube auf dem Lande bei Utrecht. Dorfrichter Adam soll den Übeltäter überführen, der Frau Marthes kostbaren Krug zerbrochen hat. Dabei war er es doch selbst, als er Marthes Tochter Eve in der vorangegangenen Nacht nachstellte und schließlich vor ihrem Freund Ruprecht fliehen musste. Zunächst fällt kein Verdacht auf ihn und Eve schweigt, weil Adam droht, ihren Ruprecht zum Militärdienst zu schicken. Alles wäre für Adam vielleicht gut gelaufen, doch ausgerechnet an diesem Tag wohnt Gerichtsrat Walter der Verhandlung bei. Er will den Dorf-richter und dessen Rechtsprechung überprüfen. So nimmt die Handlung ihren turbulenten Lauf. "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (1777-1811) gehört zu den populärsten und meistgespielten Komödien auf deutschen Bühnen. Das Stück ist gewissermaßen das Synonym für das deutsche Lustspiel. Das war jedoch nicht immer so. Bei seiner Uraufführung im März 1808 in Weimar in einer Inszenierung von Johann Wolfgang von Goethe fiel das Stück durch, ja es wurde vom Publikum gnadenlos ausgepfiffen. Der überempfindliche Kleist reagierte heftig und gab Goethe die Schuld. Dennoch schrieb er umgehend den Schluss des Stückes um und veröffentlichte noch im gleichen Monat Fragmente daraus in seiner Zeitschrift "Phöbus". Nach der missglückten Uraufführung sollten bis zum Abdruck der gesamten Komödie allerdings noch fast drei Jahre vergehen. Erst im Februar 1811 erschien "Der zerbrochne Krug" nach mehrmaligen Änderungen vollständig. Daher gibt es von dem witzigen Lustspiel, an dem Kleist bereits in seiner Königsberger Zeit 1805/06 gearbeitet hatte, eigentlich keinen feststehenden Text. Im Ganzen sind drei Textfassungen überliefert: Erstdruck (1811), Handschrift (1806) und "Phöbus-Druck" (1808). Nun ist zum 200. Geburtstag von Heinrich von Kleist im Reclam Verlag eine Studienausgabe erschienen, die alle Fassungen und Varianten bietet. Dabei bildet die einzige vollständige überlieferte Fassung von 1811 den Beginn und Kern der Studienausgabe. Außerdem war Hrsg. Bernd Hambacher bemüht, eine möglichst leserfreundliche Darstellung der Texte zu erstellen. Weiterhin wird im Anhang auf die bewegte Entstehungsgeschichte des Theaterstückes eingegangen. Fazit: Eine äußerst verdienstvolle Studienausgabe zu Kleists "Der zerbrochne Krug", die alle drei Textzeugen vollständig editiert.