Theodizeefrage

Theodizee bedeutet die Rechtfertigung Gottes angesichts des Übels in der Welt. Es wird also versucht, eine Begründung dafür zu finden, warum Gott das Leid auf der Welt zulässt. Eine der berühmtesten Lösungsversuche dieses Problems stammt von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Da er davon ausgeht, dass Gott allwissend ist, vertritt er die Ansicht, dass die Welt, in der wir leben, die „beste aller möglichen Welten“ sein muss (Breuer 2009, S. 115).

Die Philosophie der Aufklärung im 18. Jahrhundert geht davon aus, dass Gott allmächtig, allwissend und allgütig, also moralisch bzw. gerecht ist (Thorwart 2004, S. 20-21). Daraus ergibt sich verstärkt die Frage, wie Gott das Leid der Menschen zulassen kann. Denn ein allmächtiger Gott könnte das Leid auf der Erde verhindern. Und wenn er ein gütiger bzw. moralischer Gott ist, wie kann er dann ein so schreckliches E...

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