Erzähler / Erzählperspektive und -weise

Der Erzähler ist auktorial, also allwissend. Wenn er die Handlung zusammenfasst und die schrecklichen Szenen des Erdbebens beschreibt, fungiert er als Berichterstatter. Allerdings nimmt er an anderen Stellen die Position der Figuren ein. Manchmal ist es nicht ganz klar, ob es sich um eine neutrale Äußerung des Erzählers handelt oder um die individuelle Sichtweise einer Figur. So zum Beispiel bei der Schilderung der Situation im Tal. Es wird beschrieben, wie sich alle Menschen gegenseitig helfen und es keine Hierarchien mehr gibt. Es ist allerdings nicht eindeutig, ob es sich dabei um die neutrale Beschreibung der Situation durch den Erzähler handelt oder ob diese Beschreibung das schildert, was Josephe sieht und über die Situation denkt (Kleist S. 18, Z. 25- S. 19 Z. 18). Der Fokus der Erzählung richtet sich dabei im ersten Teil auf Jeronimo. Ab dem zweiten Teil steht Josephe im Zentrum der Geschichte (Gröble 2004, S. 28).

Es wird auch von einer „Vielstimmigkeit“ des Erzählens in der Erzählung gesprochen (Nobis 2013, S. 138). Damit ist gemeint, dass oft nicht klar ist, ob es sich um eine objektive Schilderung der Ereignisse handelt oder ob die Äußerungen eine Wertung enthalten, so zum Bei...

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