Kapitel 6

Seiten: 362-478

Schauplatz: Zürich, Rom, Netzig

 Zeit: 1893 bis 1897

Personen: Diederich, Guste, Kaiser Wilhelm II., Hornung, Kunze, Kühnchen, Zillich, Napoleon Fischer Emmi, Herr von Brietzen, Sötbier, der alte Herr Buck, Heuteufel, Cohn, Lauer, Judith Lauer, Jadassohn, Kienast, Magda, Wolfgang Buck, Käthchen Zillich

Zusammenfassung

Die Hochzeitsreise

Diederich und Gustes Hochzeitsreise geht zuerst nach Zürich. Als Diederich in der Zeitung liest, dass sich der Kaiser auf dem Weg nach Rom befindet, beschließt er – zu Gustes Unmut  -  dem Kaiser sofort hinterher zu reisen. In Rom angekommen, setzt Diederich „in entfesselter Begeisterung“ (S. 364) alles daran, Wilhelm II. zu begegnen, und tatsächlich kann er seinem Kaiser in die Augen sehen, als dieser in einem Wagen an ihm vorbeifährt. Ab jetzt eilt er pflichtbewusst und treu zu jedem Ort, an dem der Kaiser vorbeikommt, um ihn mit Hurra-Rufen zu empfangen und zu begleiten.

Er hält Wache vor dem Quirinalspalast, in dem der Kaiser logiert, und überwältigt einen vermeintlichen Attentäter, der sich im Nachhinein als ein Künstler herausstellt. Aufgrund dieses Vorfalls findet sich Diederich am nächsten Tag zusammen mit dem Kaiser in der Zeitung abgebildet. Überwältigt vor Glück trinkt Diederich, der kaum gegessen hat, billigen Wein. Als er seine Stellung als Beamter „im Dienst des Deutschen Kaisers“ (S. 371) wieder aufnehmen will, fällt er um und wird später, in einer Lache sitzend, gefunden.

Der Wahlkampf

Am nächsten Tag erfährt Diederich, dass Wilhelm II. den Reichstag aufgelöst hat. Umgehend fährt er mit der verstimmten Guste zurück nach Netzig, um Wahlkampf zu treiben. Am Netziger Bahnhof angekommen, geht Guste in die Apotheke, in der Diederichs ehemaliger Kommilitone Gottlieb Hornung arbeitet, sich aber sich zu fein ist, den Kunden Schwämme und Zahnbürsten zu verkaufen. Diederich rekrutiert ihn für die nationale Partei, ruft Mitglieder des Kriegsvereins zusammen und überredet Major Kunze dazu, als Kandidat der nationalen Partei anzutreten. Diederichs Plan ist es, der Partei der Freisinnigen und ihrem Kandidaten Dr. Heuteufel Stimmen abzujagen und damit Napoleon Fischer, der für die Sozialdemokraten antritt, zum Sieg zu verhelfen.

Zu der Wahlversammlung der Partei des Kaisers kommen auch Heuteufel und andere Liberale. Sie verunsichern Major Kunze bei seiner Kandidatenrede, sodass er einen liberalen Ton anstimmt. Hornung löst ihn ab, um gegen die Demokratie und für eine strikt hierarchische Gesellschaftsordnung zu plädieren. Von Heuteufel provoziert...

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