Napoleon Fischer

Der schwarzbärtige Maschinenmeister

Napoleon Fischer ist Maschinenmeister und Vorarbeiter in der Heßligschen Papierfabrik. Er ist mager, hat lange Arme, krumme Beine und trägt einen schwarzen Bart. Diederich schrickt zusammen, als er ihn sieht, er empfindet ihn als „unheimlich“ (S. 111). „Ein animalischer Haß“ (S. 111) gegen Fischer ist das Ergebnis dieser Furcht und Diederich versucht, von vornherein die Machtverhältnisse in der Firma zu klären, beschuldigt ihn, die Maschine falsch zu bedienen und droht ihm sogar mit Entlassung.

Doch Napoleon Fischer bleibt gelassen und sieht seinen Arbeitgeber sogar spöttisch an. Er verfügt über eine lange Arbeitserfahrung, kennt sich mit den Maschinen besser aus als sein Chef und hat eine Stütze in dem alten Buchhalter Sötbier.

Zuerst fühlt sich Diederich von Fischers Aussehen und seiner Kompetenz gereizt. Doch dessen Vorname ‚Napoleon‘, der auf eine Liebe zu Frankreich und seinen liberalen Idealen hinweist, und die Tatsache, dass Fischer in der Gewerkschaft tätig ist, lösen bei ihm einen Tobsuchtsanfall aus.

Die geheime Absprache mit Diederich

Doch als der neue Patent-Holländer geliefert wird und Diederich begreift, dass er ihn nicht wird bezahlen können, erkennt er, dass er auf seinen Maschinenmeister angewiesen ist. Wenige Andeutungen vonseiten Diederichs genügen und Fischer hat verstanden, worauf dieser hinaus will. Diederich stellt ihm für seine Hilfe gut bezahlte Überstunden in Aussicht, drückt ihm 50 Mark direkt in die Hand und lässt ihn von seiner Mutter mit einem Glas Wein bewirten.

Der Maschinenmeister lässt sich korrumpieren. Bereits am nächsten Tag hat Fischer die neue Papiermaschine so manipuliert, dass sie nicht richtig funktioniert und reklamiert werden kann. Kienast, der Prokurist der Herstellerfirma, durchsch...

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