Agnes Göppel

Erste Begegnung und Verlegenheit

Agnes Göppel ist die Tochter des Zellulosefabrikanten Göppel, der in Berlin lebt, aber aus Netzig stammt und Geschäftsverbindungen zur Heßlingschen Papierfabrik hat. Ihre Mutter starb bereits, als Agnes noch ein Kind war. Seitdem hat sie das Gefühl, dass alle sie mit „aufgerissenen harten Augen“(S.91) ansehen, und erwartet, dass sie selbst nicht lange leben wird.

Agnes hat ein schmales Gesicht mit weißem Teint und Sommersprossen und dichtes, braunrotes Haar. Als Diederich ihr das erste Mal begegnet, ist er ein unsicherer Student, der gerade erst seine Heimatstadt verlassen hat. Er ist zunächst durch ihre „Schönheit und Eleganz“ eingeschüchtert (S. 18), doch bemerkt er später zu seiner Beruhigung, dass ihre Nase zu klein ist, ihre Lippen zu schmal sind und ihre Augen „zu nahe beieinander“ liegen (S. 21).

Agnes bringt Diederich nicht nur durch ihr elegantes Auftreten in Verlegenheit, sondern auch durch ihr kulturelles Interesse. Sie geht ins Theater, in Konzerte und Kunstausstellungen und versucht, sich mit Diederich über diese Themen, die ihm völlig fremd sind, zu unterhalten.

Agnes wird von dem prahlerischen Studenten Mahlmann, einem jungen Mecklenburger und Untermieter im Hause Göppel, hofiert. Er bringt ihr Geschenke mit, verfolgt aber keine festen Absichten. Für ihn ist Agnes nicht mehr als ein Zeitvertreib. Agnes selbst fühlt keine Zuneigung zu ihm, weist ihn aber auch nicht ab. Diederichs Galanterien ist sie innerlich mehr zugetan.

Bei einem Ausflug in den Tierpark mit den Göppels und Mahlmann sind Diederich und Agnes auf einmal allein. Agnes nutzt diesen Augenblick, um ihm zu sagen, dass sie „das Renommieren“ (S.27) nicht mag, das angeberische Benehmen, das Mahlmann und Diederich an den Tag legen. Diederich gibt zu, dass er lieber einfach nett wäre, und beide schauen sich stumm in die Augen. Daraufhin ermahnt Mahlmann Diederich, Agnes in...

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