Rezension

Die Novelle Das Haus in der Dorotheenstraße (2013) ist Teil eines Sammelbandes, der insgesamt fünf Erzählungen seines Autors Hartmut Lange enthält. Der zeitgenössische Schriftsteller arbeitete lange als Dramaturg und Dramatiker an verschiedenen Theatern, bevor er sich ganz dem Schreiben epischer Texte widmete. Er gilt als Meister der Novelle und hat für sein umfangreiches Werk bereits zahlreiche Preise erhalten.

Das zentrale Thema in Langes Werk beschreibt menschliche Grenzerfahrungen, wie Trennung, Krankheit oder Tod, sowie die extremen Gefühle, die eine solche Situation bei den Protagonisten auslöst.  In der Novelle Das Haus in der Dorotheenstraße ist es die Zerstörung einer Ehe, welche die Hauptfigur Gottfried Klausen in eine seelische Krise geraten lässt.

Wie es der Autor in dem Sammelband dokumentiert hat, handelt es sich bei seinen Erzählungen gattungsspezifisch um Novellen. Auch Das Haus in der Dorotheenstraße erfüllt die inhaltlichen Kriterien, wie dramatischer Aufbau, Wendepunkt, Leitmotiv und Dingsymbol. Letzteres stellt das Wohnhaus von Gottfried und Xenia Klausen dar, das sich in der Dorotheenstraße in Kohlhasenbrück befindet, einer Ortschaft im Südwesten Berlins.

Zu Beginn der Geschichte bildet das Haus den Lebensmittelpunkt des Ehepaars Klausen, welches dort ein ruhiges Leben in einer vermeintlich intakten Partnerschaft verbringt. Als de…

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