Der Erzähler

Außenperspektive und Perspektivwechsel

Die Novelle Das Haus in der Dorotheenstraße wird durch einen Erzähler vermittelt. Der Erzähler ist nicht mit dem Autor identisch, sondern verkörpert eine eigenständige Person. Der Schriftsteller Hartmut Lange liefert dem Leser keine Informationen zum Charakter oder der Herkunft des Erzählers. Unbekannt bleibt auch, in welcher Verbindung er zu den Geschehnissen der Novelle steht.

Der Erzähler ist keine Figur der Handlung. Er befindet sich räumlich und zeitlich außerhalb des Geschehens. Er nimmt die Außenperspektive ein und ist heterodiegetisch. Im Verlauf der Handlung ändert sich mehrmals die Perspektive des Erzählers und er wechselt vom auktorialen zum personalen und neutralen Berichterstatter.

Der neutrale Erzähler

In dem ersten Absatz der Novelle schient der Erzähler eine neutrale Haltung einzunehmen. In der Rolle des außenstehenden Beobachters schildert er zu Beginn der Novelle ausführlich die Landschaft und Umgebung der Dorotheenstraße (S. 73). Damit zeigt er dem Leser, dass er sich dort gut auskennt und vielleicht sogar selbst ein Bewohner dieser Gegend war oder noch ist.

„Der Teltowkanal verläuft, wie gesagt, im Süden Berlins gute siebenunddreißig Kilometer von der Havel bis zur Spree, (…) Aber in ihrer Nähe, wenn auch versteckt, verläuft die Dorotheenstraße, die direkt zu den Grundstücken am Kanalufer führt, und hier, in einer Villa, die von Buchen und Fichten umstanden war, wohnte das Ehepaar Klause“ (S. 73). Mit dem Einschub „wie gesagt“, mischt sich der Erzähler doch in der Handlung ein. Er verweist darauf, dass alle fünf Novellen des Sammelbandes in einem inhaltlichen Zusammenhang zueinander stehen.

In dem weiteren Verlauf der Erzählung verhält sich der Erzähler mehrmals neutral, um dem Leser objektive Hintergrundinformationen zu liefern, wie z.B....

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