Zwischen Aufklärung und Verdrängung

Als im Jahr 1961 Hans Peter Richters Jugendroman „Damals war es Friedrich“ erschien, waren die meisten Deutschen damit beschäftigt, nach vorne zu schauen und das Grauen des Zweiten Weltkriegs einschließlich des eigenen Leides bzw. der eigenen Schuld zu vergessen. Das Land, für das sie in den Krieg gezogen waren, war völlig zerstört worden und war nun in zwei ideologisch gegensätzliche Staaten aufgeteilt. Nun ging es darum, den jeweiligen Staat und dessen Wirtschaftssystem aufzubauen und sich um die Familie zu kümmern. Es waren die Jahre des Babybooms und des Wirtschaftswunders in der BRD.

In dieser allgemeinen Stimmung des Verdrängens schreibt Hans Peter Richter, der das Dritte Reich und den Krieg als Kind und Jugendlicher miterlebt hat, ein Buch, das Kinder und Jugendliche darüber aufklären soll, was ihre Eltern erlebt – und vor allen Dingen - getan oder eben nicht getan haben. In der Analyse wird ausführlich beschrieben, dass Hans Peter Richter sich formal um Überschaubarkeit bemüht, um den Stoff für seine jungen L...

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