Entstehung des Romans

Schon Falladas Werk „Bauern, Bonzen und Bomben“ (1931) kündigte den objektiven, sachlichen und distanziert nüchternen Stil an, der auch seinen Roman „Kleiner Mann - was nun?“ prägt. Sein Verleger Rowohlt veranlasste ihn nach dem Erfolg dieses Werkes dazu, von Neumünster in die Nähe von Berlin umzuziehen und eine Halbtagsstelle in seinem Verlag anzutreten. Dies ermöglichte es Fallada, seiner Familie eine gesicherte Existenz zu bieten und gleichzeitig an „Kleiner Mann – was nun?“ zu arbeiten.

Der Autor begann mit dem Schreiben im Oktober 1931 und konnte das Werk zügig bis Februar 1932 fertigstellen. Der ursprüngliche Titel wurde während der Zeit ein paar Mal verändert. „Der Pumm“ wurde zu „Pinneberg und sein Murkel“ und später dann zu „Kleiner Mann – was nun?“. Ebenso wie auch das Werk zuvor ist der Roman der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen.

Von Falladas Roman existieren heute verschiedene Ausgaben, die mit der Veröffentlichungsgeschichte zu tun haben. Ab April 1932 wurde das Werk vorab in der Vossischen Zeitung des Berliner Ullstein Verlags abgedruckt und fand bereits großen Anklang. Die Druckfassung erschien im Juni 1932. Schon in den 1960er Jahren wies der Cheflektor des Aufbau-Verlags darauf hin, dass die Buchfassung von 1932 deutlich erkennen lässt, dass Streichungen am Originaltext vorgenommen wurden. Einige der ursprünglichen Aussagen Falladas wurden entschärft.

Wahrscheinlich nahm der Rowohlt-Verlag diese Änderungen bewusst vor o...

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