Johannes Pinneberg

Pinnebergs schwere Jugend

Johannes Pinneberg, der von seiner Mutter Hans (S. 145) und von seiner Frau Emma „Junge“ genannt wird, ist ein „nett aussehender, blonder junger Mann“ (S. 7). Er ist am Beginn des Romans im Jahr 1930 23 Jahren alt (S. 9). Er ist in Berlin groß geworden (S. 170, S. 287), ging aber nicht auf ein Gymnasium (S. 282).

Als kleiner Junge wurde Pinneberg einmal vom Schutzmann nach Hause gebracht, da er im Sandkasten unanständige Spiele gemacht hat (S. 216). Dies bringt ihn fast in die Obhut der Fürsorge (S. 287). Er ist auch später sexuell nicht prüde, onaniert, hat viele Freundinnen (S. 289) und fängt sich bei seinen Liebschaften die Krankheit Tripper ein (S. 307).

Johannes Pinnebergs Vater ist bereits 1910 gestorben, als er noch ein kleines Kind war (S. 87). Er weiß aber nicht, woran (S. 9). Zu seiner Mutter Mia, die ihn erzogen hat, hat er ein schlechtes Verhältnis. Er wirft ihr vor, dass sie seit dem Tod seines Vaters mit mehreren Männern nacheinander zusammengelebt hat (S. 87). Vor seiner Heirat teilt er Emma nur kurz angebunden mit, dass er seiner Mutter nicht mehr schreibt (S. 32).

Mia erzählt Emma, dass der Vater von Pinneberg ein sehr korrekter Mensch war, der seine Arbeit als Bürovorsteher bei einem Rechtsanwalt überaus ernst genommen hat. Auch in seinem Privatleben hat er stets darauf geachtet, dass er all seine Rechnungen, so schnell es ging, bezahlen konnte (S. 476-477).

Verkäufer und Buchhalter

Pinneberg arbeitet nach seiner Schulzeit zuerst als Erster Verkäufer in Ducherow bei Bergmann Herren- und Damenkonfektion (S. 38). [1]Sein Gehalt beträgt in dieser Zeit 170 Mark (S. 63). Er ist ein sehr erfolgreicher Verkäufer, der einen guten Kontakt zu seinen Kunden hat und von seinem Chef dafür gelobt wird (S. 63). Zuvor war er ein Vierteljahr arbeitslos (S. 118).

Nachdem er sich aber mit seiner Chefin Frau Bergmann verkracht hat, weil er sich geweigert hat, die Post zu holen (S. 64), wird er entlassen. Emil Kleinholz, einer seiner Kunden, der Getreide, Futter- und Düngemittel vertreibt (S. 46), bietet ihm daraufhin eine Stelle als Buchhalter an (S. 19), obwohl Pinneberg nichts von Buchhaltung versteht (S. 65). Zu diesem Zeitpunkt wohnt er seit vier Jahren in Ducherow (S. 65).

Bei Kleinholz verdient Pinneberg ohne Abzüge 180 Mark im Monat (S.19). Er schafft es trotzdem, im Laufe der Zeit 470 Mark zu sparen. Da er früher in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet hat, trägt er auch während der Zeit bei Kleinholz gute und recht teure Kleidung, die nicht mehr seinem aktuellen Verdienst entspricht (S. 19). Karl, der Bruder von Lämmchen, bezeichnet ihn aufgrund seiner Kleidung als Bourgeois (S. 26, S. 33)[2], was Pinneberg aber weit von sich weist. Er ist Mitglied im „Gewerkschaftsbund der Angestellten“ (S. 23). Nachdem er sich geweigert hat, die Tochter seines Chefs zu heiraten, wird er von Kleinholz entlassen.

Emma und Horst

Der Grund...

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