Sprache und Stil

Sowohl die Sprache als auch der Stil des Romans werden in großen Teilen von Oskar Matzerath bestimmt. Dessen Sprache ist krude, sperrig und zum Teil fast schon störend und von Grass als bewusstes Stilmittel eingesetzt: 

„Gebadet hatten wir schon, hatten nach dem Baden, nicht etwa vor dem Baden gegessen. Nun lagen die Kirschen als noch feuchte Kirschkerne, neben schon weißtrockenen, leichten Kirschkernen vom Vorjahr im Seesand“ (S. 352).

Der Autor macht jedoch darauf aufmerksam, dass es auch andere Sprachverhaltensweisen als die von Oskar gibt, wie beispielsweise die detaillierte Anzeige Gottfried von Vittlars: „Ich, Gottfried von Vittlar, lag an jenem Tage in der Gabel eines Apfelbaumes, der in meiner Mutter Schrebergarten jedes Jahr so viele Äpfel trägt, wie unsere sieben Weckgläser an Apfelmus fassen können. In der Astgabel lag ich, lag also auf der Seite, den linken Beckenknochen im tiefsten, etwas bemoosten Punkt der Gabel gebettet [...]“ (S. 745).

Besonders bemerkenswert ist Grass' Vorliebe für Adjektive und enorme Komposita. Diese die...

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