Tempelherr

Der Tempelherr heißt eigentlich Leu von Filnek. Sein Vater Assad, der Bruder von Sultan Saladin, hat aus Liebe zu einer Frau vom Islam zum Christentum konvertiert und den Namen Wolf von Filnek angenommen. Nachdem Assad schon früh gestorben ist, wird der Tempelherr von Conrad von Stauffen erzogen, dessen Namen er auch annimmt. Der Tempelherr weiß bis zum Ende des Dramas nicht, dass er Assads Sohn und Rechas Bruder ist.

Als Christ und Mitglied des Templerordens nimmt er an den Kreuzzügen teil und ist aus diesem Grund in Jerusalem. Vor dem Beginn der eigentlichen Handlung des Dramas hat der Tempelherr mit anderen Mitgliedern seines Ordens den Waffenstillstand zwischen Christen und Moslems gebrochen und eine Festung des Sultans angegriffen. Ein Grund für den Angriff wird nicht genannt, doch kann angenommen werden, dass damit eine eher schlechte Charakterseite des Tempelherrn deutlich gemacht werden soll. Der Angriff wurde abgewehrt, und Saladin hat die Hinrichtung von zwanzig Tempelherren befohlen. Filnek ist unter ihnen, wird aber in letzter Sekunde aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Assad, dem verschollenen Bruder Saladins, begnadigt.

Der Tempelherr ist ein junger Mann mit selbstsicherem Auftreten. Er hat sowohl gute wie auch schlechte Charaktereigenschaften. Auf der einen Seite spielen Ehre und moralische Maßstäbe für ihn eine große Rolle: Als der Patriarch ihm den Auftrag gibt, Saladin auszuspionieren und am Ende möglicherweise umzubringen, weist der Tempelherr diesen emp...

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