Nathan

Nathan ist ein jüdischer Geschäftsmann. Zu Beginn des Dramas ist er soeben von einer längeren Geschäftsreise zurückgekehrt. Auf der Reise hat er auch noch ausstehende Schulden eingetrieben, und so ist er mit lauter schönen Sachen und Beutel voll Gold zu Hause angekommen. Obwohl Nathan sehr wohlhabend ist, liegt ihm nicht sonderlich viel an seinem Geld. Als Daja ihm erzählt, sein Haus wäre beinahe niedergebrannt, reagiert er gelassen: „Dann, Daja, hätten wir ein neues uns gebaut und ein bequemeres“ (S. 6, Z. 17). Nathan ist auch dafür bekannt, grundsätzlich niemandem Geld zu leihen und den Mittellosen stets Geld zu schenken. So weist er auch seinen Freund Al-Hafi zurück, als dieser vor ihm mit der Bitte erscheint, dem Sultan Geld zu leihen.

Den Beinamen „der Weise“ hat Nathan aber nicht wegen seines kaufmännischen Talents bekommen, viel mehr bezieht sich dieser auf die Toleranz des Juden Nathan gegenüber Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit und seine Fähigkeit, diesen Toleranzgedanken auch in anderen Menschen zu erwecken.

Das wird in zwei Situationen besonders deutlich: Nachdem der Tempelherr Recha aus dem brennenden Haus gerettet hat, will er mit dieser wegen ihrer Religionszugehörigkeit nichts mehr zu tun haben. Als Nath...

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