Entwicklung des Theaters in der Aufklärung

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts existiert das Theater in Form von Wandertheatern, die für alle zugänglich und öffentlich sind. Es ist damit leicht, eine große Anzahl von Menschen zu erreichen. Besonders wichtig ist dies auch deshalb, weil der Großteil der Bevölkerung im 18. Jahrhundert weder lesen noch schreiben kann.

Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts kommt es zu einer zunehmenden Alphabetisierung der Bevölkerung. Gleichzeitig findet eine Entwicklung weg von Latein als Gelehrten- und Büchersprache, hin zu einer Orientierung und Realisierung von deutsch gedruckten Texten, die ein breiteres Lesepublikum erreichen können, statt. Die stetige Weiterentwicklung des Buchdrucks tut ihr Übriges.

Das Theater agiert unabhängig vom fürstlichen Hof. Es wird bei Stücken improvisiert, und Texte werden von den Schauspielern nicht immer originalgetreu rezipiert. Gerade dieser Form des Theaters stellt Johann Christoph Gottsched (1700-1766) im Jahr 1729 seinen Versuch einer Theaterreformation gegenüber. Er will weg von den einfachen Wanderbühnen und hin zu einem niveauvolleren Theater mit höfischer Orientierung. Zu diesem Zweck entwirft er in seinem Werk „Versuch einer critischen D...

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