Verstädterung und Stadt-Land-Konflikt

Der Stadt-Land-Konflikt wird auch in Kellers Novelle wirklichkeitsnah beschrieben. So sieht sich Manz nach der Pfändung seines Hofes dazu gezwungen, in die ihm eigentlich verhasste Stadt, „Die Lumpenhunde von Seldwyl“ (S. 5), zu ziehen und dort einen Gasthof zu betreiben. Doch auch im Folgenden wird der immer wieder aufbrechende Konflikt zwischen Stadt- und Landbevölkerung hervorgehoben – beispielsweise dann, wenn Frau Manz schon vor ihrem Umzug „als künftige Stadtfrau […] mit Verachtung auf die Dorfgenossen“ (S. 21) herabsieht, während die Stadtbevölkerung voll Häme den „Bauernwirt“ (S. 23) begutachtet und auf sein Scheitern lauert.

Auch in dem eskalierenden Streit zwischen Manz und Marti werden einerseits in Martis Beleidigungen seine Geringschätzung der S...

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