Salis Mutter

Die schlechte Genossin

Ganz anders gestalten sich der Charakter und die Verhaltensweisen von Salis Mutter, Frau Manz. Explizit wird sogar vom Erzähler die Unterschiedlichkeit der beiden Frauen hervorgehoben: „Ihre Weiber verhielten sich verschieden bei dieser Verarmung und Verschlechterung des ganzen Wesens“ (S. 17). So werden der „guten Art“ von Martis Gattin die schlechten und verwerflichen Eigenschaften von Manzʼ Frau gegenübergestellt: Ihr robustes Wesen hilft ihr allerdings dabei, den Niedergang ihrer Familie auszuhalten.

Allerdings erweist sich Salis Mutter dabei ihrem Mann gegenüber als „schlechte Genossin“, deren bislang noch hinnehmbare Unzulänglichkeiten in den Zeiten der Krise zu ausgereiften „Lastern“ (S. 18) heranwachsen: „Ihre Naschhaftigkeit wurde zu wilder Begehrlichkeit, ihre Zungenfertigkeit zu einem grundfalschen und verlogenen Schmeichel- und Verleumdungswesen, mit welchem sie jeden Augenblick das Gegenteil von dem sagte, was sie dachte, alles hintereinander hetzte und ihrem eigenen Manne ein X für ein U vormachte“ (S. 18).

Eigener Vorteil und Prahlsucht

Ihre einstige „Offenheit“ wandelt sich zur „abgehärteten Schamlosigkeit, mit der sie jenes falsche Wesen betrieb“ (S. 18). Damit entwickelt sie sich binnen kurzer Zeit zu einer maßlosen und hinterhältigen Person, die unehrlich agiert und dabei stets auf ihren eigenen Vorteil be...

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