Rezeptionsgeschichte und Kritik

Nachdem die Novelle publiziert ist, erscheint Ende des Jahres 1873 eine Kritik im „Illustrierten Weihnachts-Catalog für den deutschen Buchhandel“, die das Werk als geradezu märchenhaft beschreibt und sich als Beispiel dafür den Seldwyler Schlittenzug herausgreift. Die Wiener Abendpost bezeichnet das Stück als „drollig“, Literaturkritiker Friedrich Theodor Vischer erfreut sich an der „volksmäßigen Einfachheit“. Der Schweizer Literat Jakob Frey lobt den Zauber in der Verbindung zwischen Realismus und Fantastik, kritisiert jedoch auch, dass die vom Realismus geforderte „Wahrscheinlichkeit“ nicht ausreichend gewährleistet wird.

In posthum veröffentlichten Aufzeichnungen lobt Theodor Fontane das Stück und vor allem das Märchenhafte, das Kellers eigentliches Gebiet sei. Journalist Konrad Alberti wirft dem Autor hingegen platten Realismus vor. Seit ca. 1900 ist die Novelle eine beliebte Schul- und Familienlektüre. Diese Tatsache mag vor allem daraus resultieren, dass sie diverse didaktische Kriterien erfüllt: Klare Struktur, bildhafte Sprache, Durc...

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