Erster Teil

I – Draußen in der Wachau

Seiten: 7-13

Charaktere: Alfred, Mutter, Großmutter, Hierlinger Ferdinand, Valerie

Schauplatz: Wachau, „vor einem Häuschen am Fuße einer Burgruine“ (S. 7)

Zeit: Erstes Jahr der Handlung (ca. 1930), Frühling

Alfred ist auf Besuch bei seiner Mutter in der Wachau. Sie lebt in „einem Häuschen am Fuße einer Burgruine“ (S. 7). Die Mutter freut sich über den Besuch, macht ihrem Sohn aber auch deswegen Vorwürfe, weil er nicht öfter besuchen kommt. Alfred beschwichtigt sie und erklärt ihr, dass ihn sein Freund Ferdinand Hierlinger in seinem Cabriolet mitgenommen habe. Danach fragt die Mutter ihn, ob er noch bei der Bank arbeite, was er verneint, und zwar mit der Begründung, er habe sich nämlich mit „Finanzierungsgeschäften“ (S. 8) selbstständig gemacht: „Die Arbeit im alten Sinne rentiert sich nicht mehr. Wer heutzutage vorwärtskommen will, muß mit der Arbeit der anderen arbeiten“ (S. 8).

Als Alfred davon berichtet, dass Ferdinand mit einer Dame unterwegs sei, wird die Mutter neugierig und fragt nach. Alfred ist die Situation unangenehm, er äußert, dass diese Dame mittleren Alters sei und dass er „nichts mit ihr zu tun“ (S. 9) habe. Da tritt die Großmutter mit einer Schale saurer Milch in der Hand aus dem Haus und regt sich darüber auf, dass die Mutter Alfred von ihrer sauren Milch etwas abgegeben hat. Trotzig schreit die Großmutter und schüttet ihre saure Milch aus.

In diesem Moment kommt Ferdinand mit „einer hergerichteten Fünfzigerin im Autodreß“ (S. 10) vorbei. Sie heißt Valerie und ist die circa fünfzigjährige wohlhabende Witwe eines Kanzleiobersekretärs. Alfred macht die Herrschaften miteinander bekannt. Die Mutter bedankt sich dafür, dass Hierlinger ihren Sohn zu ihr gefahren hat.

Ferdinand zeigt Interesse an der Ruine. Die Mutter möchte sie ihm zeigen und geht mit ihm hinauf. Alfred und Valerie bleiben mit der Großmutter zurück. Diese setzt sich an den Tisch, „horcht, hört aber nichts“ (S. 11). Valerie spricht Alfred darauf an, dass er sie betrogen habe. Nun wird die Natur von Alfreds „Finanzierungsgeschäften“ deutlich: Er wettet mit dem Geld der „Kanzleiobersekretärswitwe“ (S. 12) auf Pferderennen, versucht dabei aber, mehr Geld für sich selbst einzustreichen. Unwillig zahlt er ihr den unterschlagenen Geldbetrag aus, sie ist ihm aber nicht wirklich böse. Als Hierlinger mit Alfreds Mutter zurückkehrt, verabschiedet sich Alfred von seiner Großmutter. Sie spricht ihn darauf an, dass er ihr noch Geld schuldet, doch er behauptet, dieses derzeit nicht zu haben, und verspricht ihr, es ihr im nächsten Monat, wenn sie 80 Jahre alt wird, zurückzubezahlen.

II – Stille Straße im achten Bezirk

Seiten: 13-23

Charaktere: Os...

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