Interpretation

Ödön von Horváth hat es wie kein anderer verstanden, die Gesellschaft seiner Zeit zu durchschauen. Seine Geschichten aus dem Wiener Wald aus dem Jahre 1931 sind wohl das berühmteste Drama des Schriftstellers, welches in vielerlei Hinsicht auch heute noch aktuell ist. Seine ‚neuen‘ Volksstücke, zu denen auch die Geschichten aus dem Wiener Wald gehören, möchten nicht unterhalten, sondern aufklären und warnen, denn ökonomisch instabile oder gesundheitlich bedrohliche Zeiten bringen furchtbare Charakterzüge im Menschen zum Vorschein, die in eine gesellschaftliche Katastrophe hineinführen können. 

Unsere umfangreiche und detaillierte Interpretation ist in vier Themenblöcke gegliedert. Der erste dieser Blöcke befasst sich mit der Moral und der Doppelmoral der Figuren. Die Kleinbürger*innen, die im Stück dargestellt werden, sind meistens als Stereotype angelegt. Sie geben sich nach außen hin anständig und moralisch, aber hinter ihrer Fassade verbergen sich egoistische und hinterlistige Absichten.

Der zweite Themenblock behandelt die versuchte Emanzipation der gutgläubigen Marianne. Im Laufe des Stücks versucht die junge Frau, aus ihrem kleinbürgerlichen Rahmen und ihrem vom Vater vordefinierten Leben auszubrechen. Jedoch scheitern diese Emanzipationsbestrebungen letztendlich deshalb, weil fast jede der anderen – zumeist, aber nicht nur, männlichen – Figuren Marianne Steine in den Weg legen. Der dritte Block beleuchtet die Opfer und Täter*innen in den Geschichten aus dem Wiener Wald. In diesem Zusammenhang werden die Umstände, die zu Mariannes gesellschaftlichen Fall beigetragen haben, aufgearbeitet.

Schließlich wird im vierten und letzten Themenblock das zentrale Motiv des Dramas, die Dummheit, detailliert untersucht. Am deutlichsten wird die Dummheit an den Charakteren des Zauberkönigs und Oskars sichtbar. Durch die Demaskierung dieser Dummheit möchte der Schriftsteller Horváth auf soziale Missstände aufmerksam machen.

Unsere ausführliche Interpretation zu den Geschichten aus dem Wiener Wald durchleuchtet den Text gewissenhaft und versucht, die Botschaften, die Ödön von Horváth dem/der Leser*in bzw. Zuschauer*in mitteilen möchte, zu verstehen. Sie stellt ein nützliches Werkzeug für das tiefere Verstehen des Werkes dar und bietet Dir Anregungen zur Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen.

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