Oskar

Jugendfreund und Verlobte

Oskar ist ein Fleischermeister, der eine Fleischhauerei in der stillen Straße im achten Wiener Bezirk besitzt. Oskars Fleischhauerei scheint gut zu laufen. Sein Gehilfe Havlitschek sagt, dass er „Geld wie Heu“ (S. 43) habe. Mit seinem brutalen Gehilfen pflegt Oskar ein freundschaftliches Verhältnis.

Oskar ist ein sehr religiöser Mensch. Zu Beginn des Dramas jährt sich der Todestag seiner Mutter zum ersten Male, es wird eine Totenmesse für sie abgehalten. Er hat beschlossen, ein Trauerjahr zu warten, um dann die Verlobung mit der 22- jährigen Nachbarstochter Marianne einzugehen, die er seit acht Jahren kennt: „Und am Sonntag ist offizielle Verlobung und Weinachten Hochzeit“ (S. 20).

Oskar ist häufig grob und plump in seiner Sprache – was vermutlich in seinem Beruf als Metzger begründet liegt –, kann aber gleichzeitig überraschenderweise z. B. auch Goethe zitieren: „Denn so lang du dies nicht hast / Dieses Stirb und Werde! / Bist du noch ein trüber Gast / Auf der dunklen Erde!“ (S. 98). Er spricht im Bildungsjargon (siehe dazu Analyse > Sprache), der ihn wichtiger und gescheiter...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen