Analyse

Unsere gründliche Analyse des Dramas Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth befasst sich zunächst mit seinem Titel, der eine Referenz auf die gleichnamige Walzerfolge des Wiener „Walzerkönigs“ Johann Strauß Sohn darstellt. Auch der ergänzende Untertitel des Stücks wird erläutert. Im nächsten Schritt wird der Aufbau des Dramas näher untersucht. Horváth bricht bewusst mit althergebrachten Schemata und hat sein Volksstück mit einer zirkulären Struktur versehen. Dennoch lässt sich Mariannes Drama auch mithilfe des klassischen Pyramidenschemas betrachten. 

Die Geschichten aus dem Wiener Wald spielen sich an neun verschiedenen Handlungsorten ab. Besonders bedeutend sind dabei zwei: die Wachau und die stille Straße in Wien. Sie unterstreichen den für das Drama wichtigen Gegensatz zwischen Land und Stadt. Danach werden die zeitlichen Aspekte des Dramas gründlich unter die Lupe genommen. Zwischen den drei Teilen lässt sich jeweils eine Zeitspanne von einem Jahr errechnen. Somit spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle für den zirkulären Aufbau des Stückes.

Die Sprache in Horváths Stück scheint auf den ersten Blick seltsam anzumuten: Sie klingt irgendwie österreichisch, doch nicht ganz wie die Wiener Alltagssprache, Dialekt ist es aber auch nicht. Alles wirkt ein bisschen „gekünstelt“, manchmal nahezu befremdlich oder komisch. Horváth lässt seine „Kleinbürger“ in einer Sprachform sprechen, die er als Bildungsjargon bezeichnet. Im Abschnitt „Sprache“ erfährst Du, was diese Sprachform bedeutet und wie die verschiedenen Figuren sie verwenden, um wichtiger zu erscheinen, als sie in Wahrheit sind.

Musik spielt eine kontrastreiche Rolle in Horváths Drama Geschichten aus dem Wiener Wald. Beinahe wie ein Dirigent verleiht Horváth seinem Stück durch die Abwechslung von Musik, Dialog und Stille einen speziellen Rhythmus. Viele Musikstücke kommen im Drama vor, vor allem der Walzer – eine für Wien typische Musikform. Hier findest Du unter anderem eine Liste der im Werk vorkommenden Musikstücke. 

Im Anschluss daran werden mehrere der vielfältigen Stilmittel des Dramas aufgelistet und anhand von Beispielen detailliert veranschaulicht. Am Ende der Analyse findest du ein Glossar mit den umgangssprachlichen und dialektalen Ausdrücken, die im Drama vorkommen, um Dir das Verständnis zu erleichtern.

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