Determinismus: Vererbung und Erziehung

Die Milieutheorie geht auf den Franzosen Hippolyte Taine zurück und sie formuliert die These, dass der Mensch von der Umwelt, in der er sich befindet und bewegt, abhängig ist. Das Leben und die Handlungen des Einzelnen werden folglich durch dieses Milieu bestimmt. Die Menschen sind in einen naturgesetzlichen Ablauf der Dinge eingespannt, der dazu führt, dass die Willensfreiheit eine bloße Illusion ist, da sich das Individuum nicht außerhalb seines Milieus bewegen kann. Diese Theorie nimmt die sehr radikale Position ein, dass Umwelteinflüsse nicht zur Bildung des Charakters oder zur Formung einer Persönlichkeit beitragen. Sie wird auch als entwicklungspsychologischer Empirismus bezeichnet.

Im Drama „Vor Sonnenaufgang“ fungiert die milieufremde (außenstehende) Person Loth sozusagen als Katalysator, um vor den Augen des Publikums eine Kettenreaktion in Gang zu setzen. Diese findet im Selbstmord Helenes (S. 123) ihr vorläufiges Ende. Betrachtet man den Sachverhalt jedoch unter dem Blickwinkel ...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen