Die schlechte Mutter: Frau Knobbe

Drogen, Gewalt und Prostitution

Frau Knobbe kümmert sich teilweise überhaupt nicht um ihre beiden Kinder. Ihre Tochter Selma muss sich in ihrer Abwesenheit, die sich manchmal über Tage erstreckt, um das Kleinkind der Familie kümmern: „Mutter is jestern und heut nich zu Hause jekomm. Ick kann nachts nich schlafen mit det Kind. Helfjottchen quarrt de janze Nacht ieber“ (S. 28). Frau Knobbe erklärt ihr Verhalten mit ihrer Drogensucht „Betäubung! Ich verschaffe es mit mittels Chloral, mittels Morphium“ (S. 66).

Wenn sie aus ihrem Rausch erwacht, wird sie gewalttätig und schlägt ihre Kinder. Herr John berichtet, dass sie das Mädchen zur Prostitution zwingt und selbst auch auf den Strich geht: „Det hat Mutter ja jleich jemerkt, det det keen andrer Mensch wie de Knobben jewesen is, wo bekannt for is, det se Mädel mit zwölf uff de Jasse schickt, selber fortbleibt, trinkt und allerhand Kundschaft hat, um Kinder nich kümmert, und wo berauscht is und uffwachen dut, allens mit Fäusten und Schirme durchprijelt“ (S. 36).

Schein und Sein

Als sich die Vertreter des Vormundschaftsgerichts im Haus aushält, zeichnet sie sich aber durch ein überraschend eloquentes Auftre...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen