Ahnungslosigkeit

Die Ahnungslosigkeit ist ein Leitmotiv, dass sich an mehreren Stellen des Stücks erkennen lässt. Oftmals kann aber der Zuschauer kaum noch differenzieren, ob es sich hierbei um eine gespielte Ahnungslosigkeit handelt oder ob die Personen wirklich so naiv sind, obwohl doch viele Argumente dagegen sprechen.

Die mit Abstand ahnungsloseste Person des Theaterstücks ist Herr John. Er hinterfragt anfangs mit keinem Wort die Aussagen seiner Frau und scheint sich auch nicht über die fehlende Schwangerschaft zu beunruhigen. Da der Leser aber erfährt, wie sehr er unter dem Verlust seines ersten Kindes gelitten hat, kann man nachvollziehen, dass er möglichst durch keinen Argwohn das neue Familienglück zerstören will, sondern eher „so verjnügt wie`n Eckensteher“ (S. 71) sein Leben mit seiner kleinen Familie verbringen will und daher alle in ihm aufkeimenden Zweifel ausblendet. Auch die Informationen des Hausmeisters Quaquaro, der ihm erzählt er, dass die Piperkarcka mitgeteilt habe, dass das Kind von Frau John ihres sei, will er nicht akzeptieren. Durch seine Ahnungslosigkeit gerät er in eine tragische Situation, die am Ende in einer Katastrophe endet.

Obwohl Herr John die ganze Zeit so tut, als sei er völlig ahnungslos, behauptet er doch am Ende, dass er „allens vorausjewusst“ (S. 95) habe, und merkt an: „Nu is det mit uns weiter keen Verstecken!“ Auch glaubt ...

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