Die Figuren in dem zeitgeschichtlichen Kontext

Bruno Mechelke ist ein Beispiel für einen solchen Menschen, der in der Großstadt bereits früh in Kontakt mit Verbrechen kam. Auch seine Schwester, Frau John, ist es gewohnt, auf halblegalem Wege Geschäfte abzuwickeln. So erwirbt sie gegen Geld das Kind einer anderen Frau und möchte es als ihr eigenes beim Standesamt anmelden: Sie verleiht Geld gegen Wucherzinsen und hetzt ihren gewalttätigen Bruder auf Menschen, die ihr Probleme bereiten. Dies führt schließlich zu dem Tod einer unschuldigen Person. Beide sind dennoch das Opfer ihrer Umstände, ein Thema, das oft in der frühen deutschen Verbrechensliteratur des 19. Jahrhunderts behandelt wird.

Die Familie Spitta ist ein Beispiel für die Menschen, die ihre Kinder vom Land zum Studieren in die Großstadt schicken, da sie nur dort gute berufliche Chancen hatten. Doch dieses Vorgehen war aufgrund der schwierigen sozialen Lage in den Arbeitervierteln nicht ohne Gefahren. So erliegt die große Schwester den Reizen der Stadt und wird schwanger.

Ihr Vater, der als Pfarrer auf dem Land arbeitet, kann dies nicht nachvollziehen und verstößt sie. Als er in Berlin ist, um seinen Sohn aufzusuchen, nennt er die Stadt in Anspielung an das 1. Buch Mose „Sodom“ (S. 54). In den Verführungen der Stadt und der „wissenschaftliche[n] Theologie“ (S. 56) glaubt er die Gründe für den in seinen Augen „schweren Fehltritt“ (S. 56) seines Sohnes zu erkennen. Nachdem er auch noch „nackte Schauspielerinnen, Tänzerinnen, [...] die anstößig...

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