Autobiografische Bezüge

Hauptmann notiert am 13. Februar 1907 nach der Lektüre über den Kindestausch im Berliner Lokalanzeiger, dass er „Das Rührende“ (S. 113) in dieser Geschichte deutlich erkennen kann. Denn obwohl sich die Frau, die das Kind von Frau E. als das des Dienstmädchens B. ausgab, strafbar gemacht und eine Mutter fast in den Wahnsinn getrieben hat, so tat sie dies doch nur, um das andere Kind zu behalten. Aufgrund der Tatsache, dass sie das „Kind eines Dienstmädchens als ihres ausgegeben“ (S. 113) hat, wurde eigentlich „beiden geholfen[,] aber sogar im tiefsten Sinne“ (S. 113), da so auch der soziale Status des Kindermädchens  gewahrt werden konnte.

Ein bedrückendes autobiografisches Zeugnis sind die Tagebucheinträge von Gerhart Hauptmann, die er zwischen dem 7. und dem 14. Mai 1910 verfasst hat. Darin berichtet er von dem Tod seines Kindes Gerhart Erasmus. Einige dieser Notizen lassen sich auch im Theaterstück wiederfinden, diese Szenen sollen im Folgenden den Tagebucheinträgen gegenübergestellt werden.

Tagebucheintrag vom Mai 1910Umsetzung Theaterstück9. Mai 1910: „Gerhart Erasmus heut Nacht 1 Uhr gestorben, und heut? und heut? Das Nest ist so leer und [...?] ist doch hundert Mal so schwer.`“ (S. 114)S. 06: „Außerdem is Pauln, wat mein Mann is, jeholfen, wo sterbensjerne een Kindeken wil, weil det uns doch unser eenziget, unser Adelbertchen, an de Bräune jestorben is.“; S. 29: „Det is, wir haben schon vor drei Jahren `n Jungchen jehabt, und det is mit acht Dache einjejang.“;10. Mai 1910: „In manchen Frauen schläft die Mutter.“ (S. 114)Darstellung der Piperkarcka11. Mai 1910: „Grethe weint. Sie erfährt von mir gestriges Begräbni...

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