Charakterisierung Pauline Piperkarcka

Das verstoßene Dienstmädchen

Pauline Piperkarcka, eine geborene Polin, bezeichnet sich selbst gegenüber dem Schutzmann Schierke als „Paula von Piperkarcka aus Skorzenin“ (S. 63). Sie spricht Berliner Dialekt mit gebrochenem Deutsch. Sie ist ein „blutjunge[s] Dienstmädchen“ (S. 5), das von ihrem Liebhaber, dem Instrumentenmacher Alois Theophil Brunner (S. 6), geschwängert und dann in Stich gelassen wurde.

Das schwangere polnische Dienstmädchen wird durch ihre Situation sozial geächtet. Ihre „Schlafbodenstelle“ (S. 8) wird ihr gekündigt und sie wird von der Mietsfrau verstoßen. Enttäuscht fragt sie: „Wat du ick denn, dass man mir so verachtet und von die Leute verflucht un ausstoßen muss?“ (S. 8). Sie ist nun arbeitslos und hat kein Dach mehr über dem Kopf.

Sie kann sich nicht an ihre Eltern wenden, da sie Angst davor hat, dass ihre Mutter bei ihrem Anblick schreit (S. 5), ihr Vater ihren „Kopf an die Wand [haut]“ (S. 6). Die Piperkarcka ist so verzweifelt aufgrund ihrer aussichtslosen Situation, dass sie Selbstmordgedanken hegt. Sie will sich im „Landwehrkanal“ (S. 5) ertränken.

Schlechtes Gewissen und Mutterschaft

Nach einiger Zeit nach der Geburt ihres Sohnes meldet sich das schlechte Gewissen (S. 39) bei der Piperkarcka und ihre Muttergefühle erwachen. Ihren Angaben nach ging es ihr nach der Geburt auf dem Dachboden des Miethauses körperlich sehr schlecht (S. 40).  Pauline quält der Gedanke, dass sie Frau John ihr Kind für Geld über...

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