Dreiecksdrama

Der Bahnwärter Thiel hält seine geistige Liebe zu seiner verstorbenen ersten Frau Minna parallel zu dem Verhältnis zu seiner zweiten Frau Lene aufrecht. Damit entsteht eine Dreiecksbeziehung in Hauptmanns Novelle.

Die beiden Frauen sind physisch und psychisch sehr unterschiedlich. Die tiefen Gefühle, welche der Bahnwärter für Minna hegte, stehen in einem krassen Kontrast zu der rein körperlichen Anziehung, die er für seine zweite Frau Lene empfindet (vgl. S. 6 f.). Lene kann schwerlich als eine „Ergänzung“ zu Minna charakterisiert werden, die Thiels Bedürfnisse komplettieren würde, sondern sie ist für ihn nur eine materielle Notwendigkeit, um dem Ruin zu entkommen.

Thiel, der im Verlauf von zehn Jahren zwei Mal krank war und sonst immer gearbeitet hat (vgl. S. 3), der bescheiden lebt und sein Geld nicht für Genussmittel oder Sonstiges verschwendet, ist gezwungen, wi...

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