Chaos und Wahnsinn

Das gewöhnliche Prinzip der Novelle, nach dem der Protagonist seinen Weg aus dem Chaos hinausfinden muss und am Ende die Lösung auch tatsächlich findet, wird in „Bahnwärter Thiel“ in sein Gegenteil verkehrt: Am Anfang führt der Bahnwärter Thiel ein sehr geregeltes Leben und er gerät im Laufe der Handlung immer mehr ins Chaos hinein. Am Ende verfällt er dem Wahnsinn.

Das Chaos erfolgt schließlich durch die Vermischung der Welt der Familie und der Welt der Arbeit, als Lene ihn zur Arbeit begleiten will (siehe Abschnitt: Arbeits- und Privatwelt): Damit werden auch Thiels gewohnte Ordnung und seine Routine zerstört. Ihm entfährt, als er darüber nachdenkt, ein „kurzes, herausforderndes Lachen“ (S. 21), vor dessen Widerhall er selbst erschrickt (vgl. S. 21 f.). Hier wird schon angedeutet, dass Thiel sich selbst nicht mehr ganz unter Kontrolle hat.

Nach dem Unfall von Tobias befürchtet Thiel, dass er sterben wird. Er verliert jeden Halt, denn der Junge ist sein einziges Glück. Thiel schleppt sich zum Wärterhäuschen, während Lene Tobias ...

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