Entstehung und autobiografische Bezüge

Gerhart Hauptmanns wohl berühmtestes Werk „Bahnwärter Thiel“ wurde im Jahre 1887 veröffentlicht. Im gleichen Jahr wird Hauptmann nach nur zwei Jahren Ehe zum zweiten Mal Vater. Hauptmann ist zu diesem Zeitpunkt erst 25 Jahre alt. In dieser Periode lebt er in Erkner, einer kleinen Ortschaft bei Berlin, in deren Nähe auch die Handlung der Novelle angesiedelt ist. Er hat sich erst vor wenigen Jahren dazu entschlossen, als Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dies ist aufgrund der Tatsache möglich, dass Hauptmann eine wohlhabende Frau geheiratet hat, die Kaufmannstochter Marie Tienemann. Er selbst hat keine finanziellen Sicherheiten vorzuweisen und er hat auch keinen seiner Studiengänge abgeschlossen.

In der Zeit in Erkner, Ende der 1880er Jahre, schreibt Hauptmann Werke, welche der Strömung des Naturalismus zugeordnet werden. Er lernt hier einen Kreis von Autoren kennen, die sich alle zu dieser Strömung bekennen und Hauptmann inspirieren. Für Hauptmann ist ein wichtiges, typisch naturalistisches Motiv charakteristisch, das in mehreren seiner Werke zu finden ist, die Triebhaftigkeit, durch die Menschen...

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