Symbolik

Der Zug

Die Eisenbahn repräsentiert das zentrale Dingsymbol in der Novelle „Bahnwärter Thiel“. Mehrere Male wird beschrieben, wie ein Zug am Wärterhäuschen vorbeifährt, wobei es Thiels Aufgabe ist, die Fußgängerschranken zu schließen (vgl. S. 19).

Die Eisenbahn steht repräsentativ als eine der größten, revolutionärsten technischen Neuerungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts für die Industrialisierung. Die Maschine, welche durch die Natur braust und diese somit dominiert, steht auch für die Abwendung des Menschen von der Natur. Der technische Koloss, den die Menschen erschaffen haben, überfährt in der Geschichte den kleinen Tobias, der ein sehr naturliebendes Kind ist und sich an Blumen und Tieren erfreut (vgl. S. 28, S. 30)

Lene ist für diesen Unfall verantwortlich, da sie nicht aufpasst, dass sich Tobias von den Gleisen fernhält. Zwischen der Figur Lene und der Maschine gibt es auch gewisse Ähnlichkeiten. Lene arbeitet „mit der Geschwindigkeit und Ausdauer einer Maschine“ (S. 29), heißt es einmal. Sie ist robust und stark und Thiel fühlt sich von ihr überwältigt. Die Eisenbahn spiegelt also auch die Assoziationen, die Thiel mit seiner zweiten Frau verbindet, wider.

Die Eisenbahn wird von Thiel während seiner psychotischen Schübe al...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de, erhalten Sie Zugang zu alle E-Books.

Erhalte Zugang für nur 4,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen