Erzähltechnik

Hauptmanns Novelle trägt den Untertitel „novellistische Studie“. Die Erzählung wirkt streckenweise sehr nüchtern vorgetragen. Der Erzähler spricht in berichtender Form von den Ereignissen. Diese Berichtsform wird aber ergänzt durch sehr genaue Beschreibungen, einerseits der Natureindrücke, andererseits der Zustände der Hauptperson. Die Geschichte des Bahnwärters Thiel wird aus unterschiedlichen Erzählperspektiven heraus wiedergegeben: Zum einen der des auktorialen Erzählers und zum anderen der des personalen Erzählers.  

Der auktoriale Erzähler ist daran erkennbar, dass er die Geschichte von außen betrachtet und selbst keine Rolle darin spielt.

Dieser Erzähler kennt die Geschichten und Eigenschaften der Figuren. Das zeigt sich z. B. dadurch, dass er Thiels Vorgeschichte auf der ersten Seite zusammenfasst. Der Erzähler kennt auch schon Lenes negative Eigenschaften, bevor sie Thiel auffallen: Sie sei herrschsüchtig, zänkisch und brutal-leidenschaftlich (vgl. S. 5): Thiel habe diese Charakterzüge „ohne es zu wissen, in Kauf genommen“ (S. 5).

Der Erz...

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