O`Brien

Der getarnte Agent der Gedankenpolizei

O’Brien wird als „großer, stämmiger Mann mit Stiernacken und einem derben, launischen, brutalen Gesicht“ (S.17) beschrieben. Obwohl er eine „Preisboxerfigur“ (S.18) besitzt, attestiert Winston ihm eine adlige Kultiviertheit und einen „gewissen Charme“ (S.17). Charakteristisch für O’Brien ist, dass er eine Art hat, „sich die Brille auf der Nase zurechtzurücken, die eigentümlich entwaffnend“ (S.17) wirkt. Besonders auf Winston übt sein Auftreten eine große Wirkung aus. Dieser sieht in ihm, ohne ihn genauer zu kennen, einen intelligenten Menschen, „mit dem sich gut reden ließ“ (S.18).

O’Brien ist ein Mitglied der Inneren Partei und arbeitet ebenfalls im Ministerium für Wahrheit, allerdings ist er der „Inhaber eines so wichtigen und abgehobenen Postens, dass Winston nur eine undeutliche Vorstellung davon“ (S.17) besitzt. Im Verborgenen arbeitet er jedoch auch für die – es ist seine Aufgabe, Gedankenverbrecher aufzuspüren und sie dann mittels verschiedener Foltermethoden zu „heilen“ (S.304).

Als Mitglied der Inneren Partei wohnt O’Brien in einem abgegrenzten Stadtviertel, das deutlich luxuriöser ist als die Wohngegenden der Äußeren Parteimitglieder. O’Briens Wohnung ist, gemessen an den sonstigen ozeanischen Verhältnissen, elegant und großzügig ausgestattet. Die Mitglieder der Inneren Partei haben sogar einen eigenen Dienstboten und können ihren Teleschirm abstellen. Der ganze Wohnblock wirkt prächtig und geräumig und „der ungewohnte Geruch von gutem Essen und gutem Tabak, die geräuschlosen, unglaublich rasch auf und ab gleitenden Li...

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